Chinesisches Kuriositätenkabinett

Fremde und witzige Schilder und Gegebenheiten findet man nicht nur, aber besonders im Ausland. Tretet ein ins chinesisches Kuriositätenkabinett.

Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber als Comic

Menschen und Maschine versinken im Schlamm

Wie die den Bagger wohl wieder rausbekommen haben?

Chinesische Werbung

Internetzugang in China

Ich habe bereits kurz nach meiner Ankunft über den Internetzugang in China geschrieben. Nach weiteren Orten und Hotels möchte ich nun eine kleine Zusammenfassung geben.

Die schockierende Meldung vorne weg: In China wirst du kein Google, Facebook, WhatsApp und Dropbox haben. Auch viele andere bekannte Dienste und Seiten sind in China gesperrt.  Einzig Skype funktioniert weiterhin. Der Grund ist die „große Firewall“ die alle Zugriffe filtert und den Zugriff unterbindet. Welche Seiten genau gesperrt sind kann man z.B. unter Great Firewall of China testen.

Nach meinen Erfahrungen sind viele anderen Seiten, z.B. deutsche Seiten, teilweise erreichbar. Das hängt jedoch vom verwendeten Wifi ab. Zum Beispiel konnte ich Amazon im Hotel aufrufen, wohin gegen die gleiche Seite im Wifi der Universität gesperrt war. Das Spiel habe ich mit mehreren Seiten und verschiedene Wifi immer wieder getestet.

Um diese Einschränkung zu umgehen, kann man sich nach dem Verbinden mit dem Wifi zusätzlich mit einem VPN-Server verbinden. Diese gesicherte Verbindung gräbt quasi einen Tunnel durch die große Firewall und der Zugriff entspricht dann dem Land in dem der VPN-Server steht. Wichtig an der ganzen Sache ist, dass man die VPN-Verbindung vor dem Besuch in China einrichtet und testet, da es in China meistens zu spät ist um die entsprechenden Programme herunterzuladen.

Noch ein kurzes Wort zur Geschwindigkeit: Die Verbindungen waren meistens sehr langsam. Generell habe ich deutlich auf Webseiten warten müssen. Skype-Telefonate waren teilweise nur mit Verbindungsabbrüchen möglich.
Die Geschwindigkeit hängt natürlich auch von der Anzahl der Nutzer und Tageszeit ab.

Von Shanghai nach Hangzhou

Nach dem langen Flug war ich sehr müde in einem Hotel gelandet. Am nächsten Morgen um 7:15 Uhr dann der Weckruf der Rezeption. Kurz geduscht und Sachen gepackt. Das Frühstück kostete extra und die Zeit war zu knapp. Also ging es mit leerem Magen mit dem Shuttlebus zurück zum Flughafen. An mir zogen unzählige andere Autos vorbei, der Fahrer hatte einen eigentümlichen Fahrstil. Es war alles dabei inklusive rechts überholen noch kurz die Ausfahrt bekommen oder plötzlicher Spurwechsel. Das ist wohl auch der Grund warum es für Motorroller und Fahrräder extra Spuren gibt.

Nächstes Ziel: Long Distance Bus. Ausgeschildert war es und nette Chinesen wiesen mir mehr oder minder freundlich den Weg. Es waren noch 15 Minuten bis zur Abfahrt. Frei nach dem Motto „nur Bares ist Wahres“ konnte ich die 110 CNY (ungefähr 45 Euro) nicht mit Kreditkarte zahlen. Also wieder zurück zum Terminal und einen Geldautomat gesucht. Abermals schreiende Chinesen die mir anboten das Geld bei ihnen zu bekommen. Ich entschied mich für den stillen Genossen Geldautomat. Da mein Bus nun fort war, blieb mir nichts anderes übrig als auf den nächsten zu warten.

Erster Kontakt mit dem Nicht-Internet

Also machte ich Bekanntschaft mit einem deutschen Unternehmer, der in China Teile produziert. Wir sprachen über das Internet oder eher Nicht-Internet und den schlechten Zugang. Merke: Verbindungen zum chinesischen Mobilfunknetz mit einer deutschen SIM-Karte funktioniert nicht (oder wenn dann nur für Telekom-Kunden). Damit fallen natürlich auch die kostenlosen Wifis flach, da man eine SMS mit einem Code zu gestellt bekommt. Man sollte also vorher alle Informationen haben, damit man bis zum Hotel kommt wo es dann üblicherweise Wifi gibt. Aber selbst wenn man Internetzugang hat, heißt das nicht, dass man alles Aufrufen kann. Natürlich werden die meisten uns bekannten Seiten durch die „große Firewall“ geblockt. Wie ich später heraus bekommen werde, variiert das je nach Wifi und Standort. Die Lösung ist eine gesicherte Tunnelverbindung via VPN. Damit nicht genug, denn auch das heißt noch nicht, dass das Internet schnell genug ist zum Surfen. Es fühlt sich nicht nur so an, nein es ist wie zu 56k-Modem-Zeiten. Ohne Scherz!

Die nette Chinesin

Zurück am Busterminal war ich dieses Mal zu früh dran. Die Wartehalle versprühte einen heruntergekommenen Charme. Das Sicherheitspersonal scannte gelangweilt meine Koffer auf mögliche Gefahrenstoffe (wie beim Flugzeug-Checkin). Auch das Boarding funktioniert nach dem Flughafen-Prinzip, nur alles 3 Nummern kleiner. Um 10 Uhr war es dann soweit. Der Bus war durchaus komfortabel und modern ausgestattet, allerdings fast leer. Ich lernte eine freundliche Chinesin kennen und wir fanden heraus, dass sie ebenfalls zur Zijingang University müsste und ich mich „an sie hängen“ könnte. Die Landschaft, wenn man es so nennen möchte, war sehr monoton — nur mehrspurige Autobahnen und hohe Wohnhäuser. Schlafenszeit! Dem Angebot der Chinesin folgend nahm ich das gleiche Taxi. Am Ende lud sie mich auf die Taxifahrt ein (es führte auch kein Weg rein, dass ich selber zahlen wollte) und gab mir ihre Telefonnummer, falls ich noch irgendwas wissen möchte. Ich dankte ihr trotzdem herzlich.

Das verglaste Badezimmer

Das Zijingang International Hotel sieht pompös aus. Die Zimmer sind wirklich luxuriös. Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich das total verglaste Badezimmer — in diesem Hotel mit hübschen Ornamenten als Trenner zwischen Milchglas und durchsichtigem Glas. Man hat sogar eine Schiebetür, damit leichter vom Bad zum Bett und umgekehrt wechseln kann und den/die Liebste auch nicht aus den Augen verliert. Passende Accessoires werden gegen Aufpreis angeboten.

Auf geht’s nach China

Nach einem sonnigen Frühlingstag in Linz und ging es ohne umständliches Umsteigen mit dem ICE direkt zum Flughafen Wien — sehr angenehm und empfehlenswert. Das Terminal 3 wirkt sehr neu und strukturiert. Die Zeit bis zum Abflug vergeht wie im Flug. 😉

Um 22:40 geht es mir einer Boing 777-300ER von Emirates Airlines nach Dubai. Das ICE mit kostenlosen Information, Kommunikation uns Entertainment bietet ein sehr umfangreiches Angebot. Nach etwa einer Stunde wurde das Essen serviert. Ich habe mich für das Lamm mit Couscous und Spinat entschieden.

Anschließend habe ich mehr schlecht als recht versucht zu schlafen. Als ich aufwachte, waren wir eine halbe Stunde vor der Landung in Dubai. Am Horizont zeichnete sich der Sonnenaufgang ab, unter uns trafen wir auf die ersten Küstenstreifen der Arabischen Emirate. Ich war beeindruckt von der sandigen Farbe der Erde, die Häuser und die exakt geplanten Straßen. Einige davon verschwanden im Sand der Wüste. Eine kleine Kostprobe der Hitze bekam ich beim Umstieg in den klimatisierten Shuttlebus zu spüren, denn bereits morgens früh um 6 Uhr waren es ungewohnte 30 Grad. Nach der Ankunft im Terminal stand Sonne bereits hoch am Himmel.

DXB Dubai International Airport

Das Terminal war, wie das in Wien, sehr sauber und neu. Die Wartezeit gestalte sich kurzweilig. Besonders spannend war es die anderen Menschen aus ganz unterschiedlichen Teilen der Erde und ihre jeweils eigene Kleidung zu betrachten. Teilweise waren sehr schöne Gewänder darunter, die ich afrikanischen Ländern zu geordnet hätte.

Mit etwas Verspätung hob der Anschlussflug in Richtung Shanghai ab. Das spannende war auch hier wieder die Erde von oben zu betrachten. Die Sicht war leider durch den Sand in der Luft nicht sehr gut.

Lange Zeit zogen die Schäfchenwolken unter uns über dem indischen Ozean dahin. Auf den asiatischen Kontinent trafen wir in der Höhe von Indien. Leider war hier die Bewölkung bis zum Sonnenuntergang so dicht, dass ich keinen Blick auf Indien oder Myanmar werfen konnte. Erst mit einkehrender Dunkelheit lichtete sich die Wolkendecke und ich konnte vereinzelt chinesische Städte ausmachen. Auffallend war die dünne Besiedlung. Shanghai erreichten wir sogar noch vor der geplanten Zeit.

Müde in Shanghai

Vom Flughafen selber habe ich nicht viel bekommen. Für Einreise musste ich mich in die lange Schlange der Ausländer einreihen. Nach dem Foto und Passkontrolle konnte ich meinen Koffer entgegen nehmen. Bereits ziemlich müde suchte ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Ein Chinese bot mir eine Möglichkeit mit einem Shuttlebus an. Ich war skeptisch willigte aber ein. Das Hotel machte einen billigen Eindruck und war den Preis nicht wirklich wert, aber ich war zu müde mir darüber Gedanken zu machen. Am nächsten Morgen würde ich weiter nach Hangzhou fahren.

Immer, wenn der kleine Reisegusto kommt…

… dann möchte ich von meinen Erlebnissen in diesem Blog erzählen.

Nachdem ich unzählige Reiseberichte aus aller Welt von anderen Bloggern gelesen habe, hatte ich schon sehr lange den Traum einen eigenen Reiseblog zu starten. Bisher gab es jedoch noch nie einen wirklichen Anlass.

Mit meiner China-Reise ist es nun soweit und ich möchte den Blog offiziell starten. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Stöbern.

Eine kleine Anmerkung noch: Das Aussehen der Seite ist derzeit noch sehr rudimentär und entspricht noch nicht dem, was ich mir vorstelle. Doch frei nach dem Motto der Inhalt zählt, fange ich damit erst einmal an. Das Design werde ich demnächst noch anpassen und aufpeppen.